Aus der Serie «Luftnummern der Bundesregierung»
Bundesregierung: «Entlastungen für alle geplant»
«Die Energiepreise sollen für alle ab dem 1. Januar 2026 spürbar sinken. Die Haushalte für 2025 und 2026 schaffen die Voraussetzungen dafür, Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen deutlich zu entlasten. Das Kabinett hat die Abschaffung der Gasumlage beschlossen.»
«Insgesamt werden die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen um etwa 10 Milliarden Euro im Jahr bei den Energiekosten entlastet – zusätzlich zur bereits bestehenden Entlastung von 17 Milliarden Euro durch die Übernahme der damaligen EEG-Umlage für erneuerbare Energien. Haushalte, die Strom und Gas beziehen, können ab Anfang 2026 durchschnittlich bis zu 150 Euro im Jahr sparen (bei 20.000 kWh Jahresverbrauch).»
«Gleichzeitig muss die Bundesregierung solide und verantwortungsvoll wirtschaften. „Wir können nur das Geld ausgeben, das wir haben”, betonte Bundeskanzler Friedrich Merz am Rande der bankenwirtschaftlichen Tagung Anfang Juli in Berlin. Das Ziel, die Energiepreise zu senken, bleibe aber bestehen: ‹Wir wollen die Stromkosten weiter senken, wenn wir die finanziellen Spielräume dazu haben›, so der Kanzler. „Diese Bundesregierung wird mit Ehrlichkeit handeln.»
Finanztip: «Nullnummer»
«Die angekündigte Abschaffung der Gasspeicherumlage werden die meisten Haushalte kaum im Geldbeutel spüren. Je nach Gasverbrauch liegt die Entlastung in den meisten Fällen bei nur 30 bis 70 Euro im Jahr. Laut unseren Berechnungen sinkt der Gaspreis dadurch lediglich um 0,34 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Das als Entlastung zu verkaufen, ist Augenwischerei. Denn zeitgleich wird zum Jahreswechsel {2026} der CO2-Preis steigen, was die Entlastung fast vollständig auffressen wird. Verbraucherinnen und Verbrauchern droht somit eine Nullnummer. Mit niedrigeren Gaspreisen dürfen sie nicht rechnen.»
(Newsletter von Benjamin Weigl, Experte für Energie beim unabhängigen Geldratgeber Finanztip)
Bundesverband Neue Energiewirtschaft: «Falsche Anreize»
«Die Abschaffung der Gasspeicherumlage setzt falsche Anreize, da der fossile Energieträger Erdgas durch staatliche Zuschüsse im Preis gesenkt wird und im Gegenzug darauf verzichtet wurde, den zunehmend erneuerbaren Energieträger Strom von staatlich induzierten Preisbestandteilen wie der Stromsteuer zu befreien.»
Tagesschau: «Bundesregierung will Gaskunden entlasten»
«Die Bundesregierung hat Pläne auf den Weg gebracht, um Gaskunden zu entlasten. Konkret sollen Unternehmen und Verbraucher von den Kosten der Gasspeicherumlage befreit werden. Für alle Endkunden zusammen entspreche das einer Entlastung von rund 3,4 Milliarden Euro, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU. Bei einer Umlagenhöhe von zuletzt 0,289 Cent pro Kilowattstunde betrage die Entlastung für einen Vierpersonenhaushalt je nach Verbrauch rund 30 bis 60 Euro im Jahr.»
Grafik: KI-Bild mit Copilot, by boldt.de

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